Flüssige Kohle

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Ein noch recht unbekanntes Medium ist flüssige Kohle aus der Tube. Am bekanntesten in Deutschland sind sicherlich die drei flüssigen Kohlen aus dem Hause Schmincke, die aus gemahlenen Obstkernkohle-Pigmenten und Bindemittel bestehen. Hier ein kleiner Überblick, wozu die flüssige Kohle genutzt werden kann, welche Vorteile und Nachteile sie hat.

Natürlich denkt man als erstes an Aquarell, wenn man die Tuben so sieht. Oder vielleicht noch an Gouache-Farben. Doch flüssige Kohle ist nichts von beidem, hat aber sicherlich einige Eigenschaften von diesen Techniken. Zum Beispiel kann man flüssige Kohle verdünnen und lasierend aufbringen. Dabei muss man aber darauf achten, dass es mit flüssiger Kohle nicht so gut möglich ist, mehrere Schichten aufzubringen, da sich die unteren Schichten wieder anlösen. Hier ein Beispiel, wie es aussieht, wenn man flüssige Kohle wie Aquarell-Farben verwendet.

Die Überraschung nach dem Trocknen ist ganz klar die Haptik, denn die Seite fühlt sich ein wenig wie feines Sandpapier an. Ich hatte ein bisschen Bedenken, dass die Kohle sich auf der anderen Seite abreibt. Dies ist jedoch nicht passiert. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte trotzdem ein Fixativ nutzen.

Mir hat es sehr gefallen, dass die flüssige Kohle granuliert. Die Farbennuancen kommen so besonders gut zur Geltung.

Aber man kann sie auch gut verwenden für schnelle großflächige Untermalungen für Pastellkreide oder normale Kohle.

Flüssige Kohle, mit Pastellkreide übermalt.

Auch kann flüssige Kohle auf vielen verschiedenen Untergründen genutzt werden, es muss nicht immer Aquarellpapier sein. Im oberen Beispiel habe ich Mixed Media mit rauer Oberfläche genutzt.

Ein großer Vorteil ist natürlich, dass es weniger schmiert als herkömmliche Kohle bei der Verarbeitung. Gerade in Kombination können so große Flächen schön sauber (auch für die Hände) angelegt werden, die Details können dann mit Kohle-Stäbchen ergänzt werden.

Ein Nachteil ist natürlich, dass das Equipment etwas größer wird, denn man braucht zusätzlich Pinsel und Wasser. Für das Atelier sicherlich kein Problem, aber für Plein-Air evtl. zwei zusätzliche Materialien in der Tasche.

Mir hat das Malen mit der flüssigen Kohle sehr gefallen und es wird sicher noch öfters in Gebrauch sein.

Habt ihr bereits mit flüssiger Kohle gearbeitet? Gibt es erste Erfahrungen oder vielleicht noch Fragen dazu? Schreibt es mir doch in die Kommentare!

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