Aquarellstifte und Aquarellfarben – Der Unterschied

Bevor ich meine immer größer werdende Sammlung an Aquarellkästen und Farben hatte, begann ich mit Aquarellstiften zu experimentieren. Ich dachte, es wäre doch viel einfacher Farbstifte mit sich herum zu tragen, als einen Metallkasten und Wasser. Doch schnell merkte ich, dass Aquarellstifte häufig ganz anders reagieren, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen, als Aquarellfarben aus Näpfchen bzw. der Tube. Dies hat manchmal Vorteile, manchmal Nachteile und sollte auf jeden Fall bei der Materialwahl für Unterwegs berücksichtigt werden.

Was sind Aquarellstifte?

Tatsächlich fängt das erste Missverständnis schon beim Namen der Aquarellstifte an, denn wie häufig vermutet enthalten die Aquarellstifte keine gepresste Aquarellfarbe, welche aus Pigmenten und Bindemittel wie z. B. Gummi arabicum besteht, sondern die Stifte haben eine eigene Zusammensetzung aus Pigmenten und Bindemitteln, die sich häufig von denen in Aquarellfarben unterscheiden. So werden bei Aquarellstiften auch Wachse, Füllstoffe und Imprägniermittel verwendet (vgl. Hübner, 2018).

Dies muss man wissen und ein wenig beachten. Denn durch das Wachs, lösen sich die Farben mit dem Wasser oft anders an und werden schnell dunkler als erwartet. Der Qualität tut diese andere Zusammensetzung aber keinen Abbruch. Beachtet man dies, sind sie ein toller Reisebegleiter und sie können sich auch sehr gut mit den Aquarellfarben ergänzen, da sie die Möglichkeiten der Techniken von Aquarellfarbe noch erweitern, indem man mit Ihnen Linie und Flächen erzeugen kann.

Techniken mit Aquarellstiften

Der Aquarellstift kann sowohl trocken, als auch mit Wasser genutzt werden. Damit entstehen eine Vielzahl an Möglichkeiten zum Einsatz der Stifte. Als Buntstift ziehen sie scharfe feine Linien, können Flächen füllen und oftmals leicht übereinander gemalt werden. Mit einem Radiergummi lassen sich Fehler gut beheben.

Nutzt man die Stifte mit Wasser, können die Farben perfekt gemischt werden und gleichmäßige Flächen entstehen. Farbverläufe sind gar kein Problem mehr.

Am besten ist es, wenn man zunächst seine Stifte und Farbtöne kennen lernt (dies gilt auch für Aquarellfarben!) und ein paar Farbübungen macht. Hier ist es interessant zu sehen, wie sich die Farben und Mischungen im Trockenen und im Nassen verhalten.

Quellen

HobbyLux: Aquarellstifte Test und Empfehlungen. https://www.hobbylux.de/aquarellstifte-test/ 2019. Abgerufen 6. September 2021.

Hübner, Jens: Aquarellieren mit Stiften. Unterwegs skizzieren und kolorieren. Igling: EMF Verlag, 2018. ISBN 978-3-86355-900-7

Lörsch, Heinz; Egginger, Eva: Malen mit Aquarellstiften. Anleitungen für faszinierende Maltechniken. München: Augustus Verlag, 2001. ISBN 3-8043-0798-1

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