Ein Ring sie zu knechten…

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun,
Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

J.R.R. Tolkien

Diesen Vers hat wohl jeder schon einmal gehört, sei es in der Filmreihe oder im ursprünglichen Werk von J.R.R. Tolkien. Dies hat die Buchreihe nicht nur der filmischen Umsetzung zu verdanken, sondern auch der Übersetzung in dutzende Sprachen. In der deutschen Fassung gibt es zwei recht hitzig diskutierte Versionen.

Links die Fassung von Krege, rechts als Neuauflage von Carroux

Einmal haben wir die Neufassung von Wolfgang Krege aus dem Jahr 2000. Er hatte in den 70er Jahren schon „Das Silmarilion“ und in den 90er Jahren „Der kleine Hobbit“ ins Deutsche übersetzt. Sein Stil ist etwas moderner gehalten, aber ich möchte hier nicht näher darauf eingehen.

Die zweite Fassung ist die deutsche Erstübersetzung von Margaret Carroux. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Tolkien selbst erarbeitet und stellt demnach laut Meinung der meisten Fans die „ursprünglichere“ Fassung dar. Tolkien selbst beherrschte die deutsche Sprache und legte Wert auf eine korrekte Übersetzung.

Mir selbst sagt die Variante von Madame Carroux mehr zu, doch leider ist mir die Trilogie über die Jahre irgendwo abhanden gekommen und ich besaß nur noch die Variante von Herrn Krege. Da ich das Gesamtwerk wieder einmal lesen wollte, wofür sich die Corona-Zeit nunmal anbietet, musste Ersatz her. Nach einer kurzen Recherche fand ich heraus, dass der Klett-Cotta Verlag eine Jubiläumsausgabe im Schuber herausgebracht hat. Das Design war wirklich ansprechend und so habe ich mir die Bücher erneut gekauft.

Durch einen leichten Unterschied im Grauton unterscheiden sich die drei Bücher

Die Verarbeitung ist wirklich schön, das Papier angenehm und alles wirkt sehr hochwertig. Die Bücher selbst sind gebunden, der Rücken geprägt und mit einem tollen Schutzumschlag versehen. Jedes Buch hat ein rotes Lesebändchen.
Der Druck ist zweifarbig, wichtige Dinge wie Kapitelüberschrift oder Seitenzahl werden in dezentem Rot hervorgehoben. Auch Runen oder Landkarten sind liebevoll in den Fließtext integriert. Die äußeren Symbole sind leuchtend gold und rot. Der Schuber ist aus dickem Karton und passend gestaltet. Man kann sich kaum entscheiden wie man ihn im Bücherregal präsentieren soll. Man hat einfach das Gefühl von etwas neuem Alten.

Der zweifarbige Druck zieht sich durch die gesamte Buchreihe
Der Satz und passende Symbole sind ansprechend umgesetzt

Ich selbst habe bisher nur stellenweise durch die neuen Bücher geblättert und vermutlich noch nicht alle Details entdeckt, so verzeiht mir bitte fehlende Angaben. In den kommenden Tagen werde ich mit dem Lesen beginnen. Ich hoffe, ich konnte euch eine kleine Freude mit der kurzen Präsentation dieser Neuauflage machen. Der Schuber in dieser Aufmachung ist ja auch kein alltäglicher Neuzugang im Bücherregal.

Vielleicht seid auch ihr Tolkien Fans?
Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie euch die Sagen um Mittelerde gefallen!

Angaben zum Buch

Tolkien, J.R.R.: Herr der Ringe. Aus dem Englischen übersetzt von Margaret Carroux.
5. Druckaufl. Stuttgart: Klett-Cotta Verlag, 2021. 1309 Seiten. ISBN: 978-3-608-96429-5
88,00 Euro

Der Artikel spiegelt meine Sichtweise wieder und das Produkt wurde mir nicht zur Verfügung gestellt oder ermäßigt angeboten.

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